 Standort Crailsheim (Deutschland) heizt mit Biogas
Seit November 2009 bezieht Bosch am Standort Crailsheim Wärme aus einer nahe gelegenen Biogasanlage. Mit diesem Schritt setzt Bosch auf nachhaltige, alternative Energiegewinnung und reduziert damit deutlich seine CO2-Emission.
Die umweltschonende Wärmegewinnung am Standort Crailsheim ist ein „Leuchtturmprojekt“ innerhalb der Robert Bosch GmbH. Mehr als ein Drittel seines Wärmebedarfs bezieht der zum Bosch Geschäftsbereich Verpackungstechnik gehörende Standort nun durch Fernwärme aus Biogas. Dies ermöglicht eine CO2-Reduktion von bis zu 450 Tonnen pro Jahr, was dem Gewicht von etwa 90 ausgewachsenen Elefanten entspricht.
Um das Projekt zu realisieren ist Bosch über einen Contractor eine Partnerschaft mit einem ortsansässigen Landwirt eingegangen, der auf einem nahen Grundstück eine Biogasanlage betreibt. In zwei Fermentern werden Pflanzensilage und Gülle verwer-tet und effizient zur Energieerzeugung genutzt. Das entstehende Biogas wird in ei-nem Blockheizkraftwerk als Brennstoff verwendet (thermische Leistung ca. 350 kW). Eine eigens gebaute, 1,5 km lange Fernwärmeleitung transportiert die gewonnene Wärme direkt zu Bosch. Die hierbei entstehende elektrische Energie wird vom Land-wirt in das öffentliche Stromnetz eingespeist.
Biogasanlagen zeichnen sich durch eine CO2-neutrale Energiegewinnung aus. Von Vorteil ist zudem, dass die Methan- und Geruchsemissionen reduziert oder verhin-dert werden, die sonst bei der Lagerung von Gülle entstehen. Mit der Umweltzertifizierung nach ISO 14001 wird eine strukturierte Umsetzung von Umweltschutzleistun-gen ermöglicht und die ökologische Verträglichkeit bestätigt.
 |